Sterben von Karl Ove Knausgård ist der erste Band der fünfbändigen Reihe Min Kamp (Mein Kampf), in der es um das Leben des norwegischen Autors geht. In all seiner Banalität schildert Karl Ove darin jedes noch so kleine Detail seiner täglichen Handlungen, Gefühle und Gedanken und haut uns mit seinen Erinnerungen an seine Kindheit unsere Angst vor dem Tod und dem Älterwerden um die Ohren und zeigt uns, wie bedeutungslos und durchschaubar wir ja eigentlich sind, finden wir doch jede seiner Ideen in unserem eigenen Leben wieder.

Selten ist mir solche sprachliche Klarheit begegnet, solche analytische Reinheit der erwachsenen Selbstbeurteilung. Selten wurde mir so präzise vor Augen geführt, womit meine täglichen Gedanken sich eigentlich beschäftigen. So deprimierend das auch ist, fast warte ich auf die nächsten Bände, weil mich interessiert, wie Karl Ove es sieht, langsam über dreißig zu werden, sich langsam überlegen zu müssen, was man mit dem kläglichen Rest seines Lebens anfangen wird.

Ich merke, wie mich seine Meinung zu diesem und jenem interessiert und wie ich mich darüber freue, durch sein Erlebtes irgendwie Bestätigung zu finden. Und auch wenn sie an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit stattfand, lässt sich jede Kindheit in seiner wiederfinden und Du kannst feststellen, wie schnell es eigentlich ging, dass Du nun hier bist und nicht mehr dort.

Deshalb auch folgenden Hinweis: In Sterben schildert Karl Ove vor allem seine Kindheit auf dem norwegischen Land. Inmitten einer der schönsten Landschaften unseres Planeten betrinken wir uns zum ersten Mal mit ihm und lernen unsere ersten Freund*innen kennen. Doch mich interessiert sein erwachsenes Leben mehr. Bis bald hier also in Liebe, dem zweiten Band der Reihe Min Kamp.

Und dort gibt es das Buch: Sterben von Karl Ove Knausgård (Affiliate-Link – was bedeutet das?)

karl-ove-knausgard-sterben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.