Nie mehr Nacht von Mirko Bonné in meiner Reiseliteratur-Buchkritik: Ein Mensch, dem alles verloren geht, dem der Sinn seines Lebens durch tragische Umstände zerstört wird, lässt das Materielle der Welt hinter sich und begegnet der Liebe und seiner Wut in einem verlassenen Hotel an der französischen Atlantikküste.

Markus Lee reist mit dem Sohn seiner toten Schwester in die Normandie. Dort soll er für ein Magazin Brücken zeichnen, die ihre historische Bedeutung im zweiten Weltkrieg erlangten. Auf der Reise muss er sich seinem Verlust und der Widerspänstigkeit des Jungen stellen, wobei er an seine Grenzen stößt und nach und nach den Bezug zur Welt verliert. In einem leerstehenden Hotel, in dem er die Freundschaft eines kleinen Mädchens findet, entscheidet sich für Markus Lee, wie er mit seiner Vergangenheit und seiner Zukunft umgehen wird.

Ein ruhiges Buch. Ein trauriges Buch. Ein schönes Buch. Zart und grausam. Was bleibt einem in der Welt zu tun übrig, wenn das Wichtigste, was es gab, für immer verloren ist? Das Warten darauf, zu vergessen und etwas Neues zu finden? Oder die Verzweiflung, vielleicht gibt es das nicht.

Und dort gibt es das Buch: Nie mehr Nacht von Mirko Bonné (Affiliate-Link – was bedeutet das?)

mirko-bonne-nie-mehr-nacht

Seiten: 360
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Schöffling

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