Der Roman Nächsten Sommer von Edgar Rai in meiner Reiseliteratur-Buchkritik. Drei junge Männer reisen mit dem Auto nach Südfrankreich. Road Trip und pure Freiheit, Unklarheit darüber, wo das Leben hingehen soll, keine Lust auf dröge Büroarbeit und so weiter, ein altes Auto, klingt erstmal toll. Leider bleibt es auch dabei.

Was Edgar Rai uns hier vorlegt, sieht auf den ersten eigentlich Blick sympathisch aus. Allerdings werde ich schon beim Lesen des Klappentextes misstrauisch, wo die Frage gestellt wird, ob das Leben eine Wundertüte, eine Losbude mit zu vielen Nieten, kleines Drama oder großes Kino sei. Und leider ist der Rest des Büchleins dann genau so eine Aneinanderreihung von Floskeln, vorhersehbaren Standardabläufen und seichter guter Laune. Sogar für jeden der Reisenden findet sich die passende Dame. Das ist albern und unnötig.

Warum trotzdem hier? Edgar Rai gelingt es mit Nächsten Sommer, den Leser oder die Leserin bei Laune zu halten. Und egal, wie mich das Buch nervt, plötzlich bemerke ich, dass ich es in einem Tag gespannt bis zum Ende gelesen habe und mich nicht dabei gelangweilt habe.

Und dort gibt es das Buch: Nächsten Sommer von Edgar Rai (Affiliate-Link – was bedeutet das?)

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Verlag: Aufbau Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2011
Seiten: 236

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