Libidissi von Georg Klein in meiner Reiseliteratur-Buchkritik: Er=Spike, vermutlich Mitarbeiter eines Geheimdienstes, wartet in einer vermutlich imaginären und vermutlich orientalischen Stadt auf seine Ablösung. Dies ist keine Kritik, dies ist eine ehrfürchtige Verbeugung vor einem Kunstwerk. Dies ist keine Kritik, dies ist eine Hommage.

Er=Spike harrt aus in einer von religiösen und politischen Konflikten gebeutelten Stadt von ungeheuren Ausmaßen irgendwo in der fernen Wüste eines unbekannten und bedrohlichen Landes, bis er von seinen Auftraggebern von dort abgezogen wird. Die Zeit vertreibt er sich mit lebensgefährlichen Fahrten durch die Nacht, mit widerwärtigen Versuchungen, mit Missionen in verbotenen Teilen der Stadt und mit der sonderbaren Freundschaft zu einem Kind.

Als er=Spike versteht, dass seine Ablösung in Wahrheit darauf angesetzt ist, ihn auszuschalten, beginnt eine wahnsinnige Verfolgungsjagd durch das ungeheuerliche Labyrinth Libidissis. Die Sprache ist eine Wucht, die Erzählperspektiven hypnotisierend, das Szenario klaustrophobisch. Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Damit ist alles gesagt.

Und dort gibt es das Buch zum Beispiel: Libidissi von Georg Klein (Affiliate-Link – was bedeutet das?)

georg-klein-libidissi

Seiten: 200
Erscheinungsjahr: 1998

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