Die Felsentore von Legzira an der südlichen marokkanischen Atlantikküste sind spektakuläre Gesteinsformationen in einer einsamen Gegend irgendwo zwischen Sahara und Meer. Kaum besucht, da verhältnismäßig weit abgelegen, belohnen sie Reisende, die den Weg doch auf sich nehmen.

Wanderung zu den Felsentoren von Legzira

Um von Sidi Ifni aus zu den Felsentoren von Legzira zu kommen, kannst du entweder auf die Klippen direkt oberhalb fahren (Legzira liegt an der Küstenstraße von Tiznit nach Sidi Ifni) oder – was noch viel beeindruckender ist – von Sidi Ifni aus am Strand entlang und teilweise über die Klippen wandern. Der Weg von Sidi Ifni nach Legzira nimmt bei guter Geschwindigkeit etwa vier Stunden in Anspruch. Jede Sekunde davon ist es wert.

Legzira Felsentore

Teilweise kannst du unterhalb der Klippen gehen auf dem schmalen Strand unter den Felswänden, zwischen Steinschlag und Brandung. Ab und zu fallen faustgroße Stücke vom überhängenden Gestein. An manchen Stellen musst du bis an die Hüfte in die Wellen waten, um vor Felsvorsprüngen und riesigen Steinen vorbeizukommen. Mehr als einmal war ich mir nicht ganz sicher, ob es überhaupt weitergeht. Und an anderen Stellen geht es tatsächlich nicht weiter, dann muss auf den Weg oberhalb der Klippen gewechselt werden.

Legzira Felsentore

Der Weg über die Klippen zu den Felsbögen von Legzira

Doch es lohnt sich auch der Weg auf den Klippen. Von dort hast du einen herrlichen Blick in beide Richtungen, zurück nach Sidi Ifni und nach vorne in Richtung der Felsentore von Legzira. Wie große Felstore in eine dunstige Traumwelt sehen sie aus, die Gischt schäumt von den rauschenden Wellen die Wände hinauf. Einzelne Angler verbringen die Stunden auf den rot leuchtenden Steinen.

Legzira Felsentore

Durch die Felstore von Legzira

Und dann, nach einer weiteren Klippe, die weit ins Meer hinausragt, stehst du direkt unter den Felsentoren. Größer sind sie, als erwartet. Einsam liegen sie in einigem Abstand voneinander entfernt, Menschen sind so gut wie keine da. Der Sand glitzert vom Wasser, die Sonne blendet, die paar wenigen Häuser von Legzira klammern sich an die Felsen. Auf einer Terrasse, die zu einer Bar gehört, kannst du ein kühles Bier trinken und in die Weite schauen, es ist eine eigentümliche und wunderschöne Landschaft.

Legzira Felsentore

Legzira Felsentore

Informationen zu den Felsentoren von Legzira

Die Wanderung ist nicht ganz ungefährlich. Insbesondere musst du dich unbedingt über die Zeiten von Ebbe und Flut informieren! Einige Abschnitte sind selbst bei niedrigem Wasserstand und schwacher Brandung nur schwer oder gar nicht passierbar. Unbedingt musst du im ganzen Gebiet der Felsentore von Legzira auch auf permanenten Steinschlag achten! Lebensgefährlich.

  • Informiere dich unbedingt über Ebbe und Flut! Das kannst du zum Beispiel im Hôtel Suerte Loca (Affiliate-Link – was bedeutet das?) machen.
  • Steinschlag ist eine ernst zu nehmende Gefahr im gesamten Gebiet der Felsentore von Legzira.
  • Informiere dich im Voraus gut und detailliert über den Weg, den du nimmst. Routen können sich kurzfristig ändern und es ist sehr gefährlich, den falschen Weg zu den Felstoren zu nehmen.
  • Gutes Essen und ein kühles Bier findest du in Legzira.

Update: Im Herbst 2016 ist einer der beiden größten Felsbögen von Legzira eingestürzt. Bei dem eingestürzten Bogen handelt es sich um den, der in den letzten beiden Bildern zu sehen ist.

Wenn du noch weitere bizarre Felsformationen sehen willst, schau dich doch auch mal in meinem Artikel Tyssaer Wände um, vielleicht gefällt dir das ja. Und wenn du mehr über Marokko und vor allem Marrakesch wissen willst, bist du hier richtig.

Reiseliteratur für Marokko

Als Reiseführer kann ich für den Süden von Marokko das Buch Südmarokko vom Michael Müller Verlag (Affiliate-Link – was bedeutet das?) empfehlen.

Wenn du ein belletristisches Buch suchst, das die Atmosphäre von Marokko einfängt, dann probier doch mal Himmel über der Wüste von Paul Bowles (Affiliate-Link – was bedeutet das?) (spielt zwar in Algerien, aber das macht nichts) oder Frühling der Barbaren von Jonas Lüscher (Affiliate-Link – was bedeutet das?) (spielt zwar in Tunesien, aber auch das macht nichts).

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