Imperium von Christian Kracht in meiner Reiseliteratur-Buchkritik: August Engelhardt? Wer war das noch mal? Naja, auch nicht so schlimm. Liest man den neuen Roman von Christian Kracht, beschleicht einen das Gefühl, nicht viel verpasst zu haben vom oft übersehenen Kapitel der deutschen Kolonialzeit.

Dabei würde es sich durchaus lohnen, etwas genauer nach Deutsch-Neuguinea und das Bismarck-Archipel zu blicken. Viel könnte man lernen, auch über das heutige Deutschland, auch darüber, wie gern mit Geschichte umgegangen wird. Hier erscheint August Engelhardt etwas reduziert, etwas zu verrückt in seinem Bestreben, eine Kokosnusssekte im tropischen Paradies zu etablieren.

Es bleibt? Eine streckenweise etwas langatmige Geschichte komponiert in langen, oft doch einigermaßen amüsanten Satzkonstruktionen. Besonders über den das Holzloch durchbohrenden Sonnenstrahl habe ich mich einmal ganz außerordentlich gefreut. Aber hatte Christian Kracht nicht schon einmal lustigere Bücher geschrieben?

Und dort gibt es das Buch: Imperium von Christian Kracht (Affiliate-Link – was bedeutet das?)

christian-kracht-imperium

Seiten: 256
Erscheinungsjahr: 2012

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