Mit Schwung, Ironie und Leichtigkeit widmet sich Hanif Kureishi mehreren wirklich ernsten Themen: Darunter vor allem dem Rassismus in unserer Gesellschaft und dem Erwachsenwerden in einer zerbrochenen Familie. Dabei lässt er uns einigen eigenwilligen und schillernden Persönlichkeiten begegnen. Ein Buch wie ein lauter bunter Film, dem es aber immer wieder gelingt, auch sanfte und nachdenkliche Töne anzuschlagen. Ein Buch, das uns mitnimmt auf die Reise (und das sich lohnt, auf eine Reise mitzunehmen) aus dem tristen Vorstadtleben hinaus und hinein in die aufregende und glamouröse Welt Londons.

Karim ist der Sohn eines indischen Vaters und einer britischen Mutter. Als sein Vater seine Spiritualität erkennt und sie ausleben will, verlässt er seine Familie und nimmt Karim mit in seine neue Realität bestehend aus seiner neuen Freundin Eva, die ihr Glück in der Gesellschaft Londons sucht und deren Sohn Charlie, der auf dem Weg ist, ein berühmter Rockstar zu werden. Zwischen den Kulturen und zwischen den Jugend- und Subkulturen sucht Karim sich voll Selbstironie und Witz seinen Weg und seine Identität.

An vielen Stellen muss ich laut lachen, denn Karim ist wirklich lustig und scheint seine Schwierigkeiten nicht besonders ernst zu nehmen. Ein wenig befürchte ich, das Schwerwiegende der angesprochenen Themen bleibt vielleicht ein wenig auf der Strecke, wird banalisiert. Die Wut unterdrückt und vergessen. Aber, hey, das ist ein schönes Buch, das ist eine schöne Geschichte und gerne würde ich Karim auch noch beim Altwerden zuschauen.

Und dort gibt es das Buch zum Beispiel: Der Buddha aus der Vorstadt von Hanif Kureishi (Affiliate-Link – was bedeutet das?)

hanif-kureishi-der-buddha-aus-der-vorstadt

Seiten: 432
Verlag: Fischer Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2014

Dieses Buch passt gut zu meinen Artikeln aus England und Schottland und ein bisschen zu den Artikeln aus Sri Lanka. Viel Spaß beim Lesen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.